Verfasst von: Enrico Kosmus | 24. November 2009

spiritual coaching – spirituelle Wesensführung

Die Methode der spirituellen Wesensführung ermöglicht gezielt eine Erkenntnis der Wesenspotentiale und somit einen Lösungs- und Heilungsansatz für Gegenwart und Zukunft. Das in der Seelenbiografie gespeicherte Wissen sind unsere Überzeugungen (Bewusstseins-Codes), mit denen wir unsere Erlebniswelt erschaffen. Diese Codes in unserem Bewusstsein können durch das Gewahrsein der ursprünglichen Wesensweisheit erlöst werden. Eine neue Gestaltung jener Matrix, die unser Welterleben ausmacht, kann auf diese Weise erfolgen.

Wesenserfahrung

Selbsterfahrung, Bewußtseinserweiterung oder Entfaltung des eigenen Potentials erkennen viele Menschen als eine Notwendigkeit an, um in ihrem Leben einen tieferen Sinn entdecken zu können. Dies wird jedoch nicht allein auf der sozialen Ebene durch die Anwendung verschiedener alternativer Lebensweisen erreicht. Vielmehr konzentriert sich das Interesse auf die Suche nach dem Sinn, speziell die Entwicklung einer persönlichen Religiosität. Diese Religiosität – hier als Beziehung zu seinem Ursprung und als Glaube an eine andere Wirklichkeit verstanden – entsteht durch den Eintritt in jene metaphysischen Dimensionen.
In spirituellen Traditionen wurde die Heilung des Selbst mit der Entwicklung des vollkommenen Menschen, der Gralssuche, dem Entdecken des Steins der Weisen ausgedrückt. Dabei handelt es sich um ein Ganzwerden des Lebens, eine Vereinigung der Elemente des Daseins. Eine Initiation in die karmische Lebensvision ist das Ziel auf dem Pfad zur Berufung – dem Ruf des Herzens. Auf diese Weise kann eine neue Zukunft gestaltet werden.

Einkehr – Besinnung

Der Rückzug aus dem Alltag wird von vielen mystischen Kulturen als Möglichkeit der intensiven Selbst-Beobachtung angesehen. Die großen Propheten gingen in die Wüste, Buddha Shakyamuni meditierte unter dem Boddhi-Baum, Hz. Muhammad zog sich in eine Höhle auf den Berg Hira zurück, Sufis gehen ins Halvet und Schamanen gingen auf Visionssuche in die Wildnis. Eine Einkehr im ungestümen Lauf des Lebens kann bleibende Wirkungen zeitigen: unsere Fähigkeit, mit dem Leben fertig zu werden, verbessert sich, die Psyche wird ruhig, und die tiefen Impulse in uns sind frei, unbehindert aufzusteigen. In den Zeiten des Rückzugs geschieht eine intensive Form der Selbst-Erkenntnis, bei der man sich mit den grundlegenden Fragen des Lebens beschäftigt. Durch die Kraft der Stille erwachen die nicht-alltäglichen Sinne, die gewöhnlichen, kulturell geprägten Wahrnehmungs- und Vorstellungsmuster werden transzendiert. Die Rekapitualtion des Selbst, zur Befreiung des inneren Wesens entwickelt, führt zu einem Leben in Achtsamkeit.

Weltsicht und ihre Wirkung

Unsere Sichtweise der Welt bestimmt den Inhalt unseres Daseins. Damit wir diese Farbigkeit des Lebens erkennen und verwirklichen können, begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise ins Zentrum unseres Lebens. Das Erkennen der Identität, des Selbstwertgefühls lässt Sicherheit in jedem von uns wachsen. Orientierung bedeutet die Quelle der Ausrichtung im Leben. Weisheit ist ihre Perspektive im Leben, ihr Gefühl von Ausgewogenheit. Kraft ist die Fähigkeit zu handeln, die Stärke und Macht, etwas zu leisten. Diese vier Faktoren sind vernetzt und wollen im eigenen Leben erfahren und verwirklicht werden.

„Alle Religionen haben gelehrt, daß der Ursprung der ganzen Schöpfung der Klang ist. Ohne Zweifel ist die Art, in der dieses Wort in der Alltagssprache gebraucht wird, eine Einschränkung jenes Klangs, der von den Schriften gemeint ist. Die Sprache bezieht sich auf vergleichbare Objekte, aber dasjenige, das nicht verglichen werden kann, hat keinen Namen. Wahrheit ist dasjenige, das niemals ausgesprochen werden kann. Die Weisen aller Zeiten haben ihr Bestes versucht, soweit sie dazu fähig waren das auszudrücken, worüber sie gesprochen haben.“ (Hz. Inayat Khan)

Das mystische Bewusstsein des Menschen ist ident mit der GEIST-Ebene, die auch Brahman, Tao, Gott, Dharmakaya usw. genannt wird. Hier ist jegliche Dualität aufgehoben; somit gibt es auch kein Ich-Bewusstsein. Nach unten abfallend beginnt sich dasBewusstsein zu verengen und eine immer größere Trennung zuerst von seiner Umwelt, dann von seinem Körper und schließlich von bestimmten psychischen Teilen tritt ein. Auf jeder der unteren Ebenen herrscht eine spezifische Identifikation von Ich und Nicht-Ich. Heilung – im Sinne von Ganzwerden – bedeutet hier das Bewusstwerden und Integrieren von unbewußten Anteilen und ist somit eine Erweiterung des Identifikationsbereiches.
Durch verschiedene Selbsterfahrungsmethoden kann man seine Identifikationsgrenzen überwinden lernen. Grenzen sind an Objekte gebunden. Um diese als solche wahrnehmen zu können, benötigt man eine „Objekt-Bewusstsein“, das sich durch logisch-lineares Denken auszeichnet. Das Einleiten eines veränderten Bewusstseinszustandes bedeutet soviel wie den inneren Dialog anhalten oder den Gedankenfluss einstellen.

Vielfalt der Pfade

Die Suche nach Glück und Zufriedenheit als Antrieb jeden menschlichen Strebens hat in den vergangenen Jahrtausenden eine beachtliche Anzahl an Weisheitstraditionen hervorgebracht. Das schamanische Weltbild mit seiner animistischen Sichtweise vom Belebten der Natur und seiner Stütze auf das Wissen und die Kraft der Ahnen ist ein möglicher Pfad. Orientalische Traditionen, wie jene der Offenbarung (Judentum, Christentum, Islam), sprechen von einer Schöpfungskraft – Gott genannt – die alles ins Leben ruft und letztendlich wieder zu sich aufnimmt. Weitere Weisheitstraditionen wie z.B. die Hindus sehen die Weltentwicklung in vier Zeitaltern, aber auch immer in Verbindung mit einem Schöpfergott. Einen Pfad der Befreiung aus dem Kreisen im Daseinszyklus offeriert der Pfad des Buddha. Welcher Tradition auch man für einige Zeit vertraut – entscheidend ist, dass sie einen selbst wieder auf das Wesentliche des Seins hinführt, es wahrnehmen und entfalten lässt.

„Seid Euch selbst ein Licht…“ (Buddha Shakyamuni)

Bildung – und besonders soziale, ethische und seelisch-geistige Bildung – führt zu Vertrauen in die individuellen Potentiale und hilft, diese zu Tage zu fördern. Bildung fördert die Fähigkeit wahrzunehmen, zu unterscheiden, nachzudenken, auszuprobieren, auszudrücken uvm. Gerade diese Fähigkeiten führen zu einer Vermehrung der individuellen Werte – der menschlichen, sozialen, seelischen und spirituellen Werte.


Responses

  1. ……………… Entdeckungsreise ins Zentrum des Lebens……………………..

    …. das Herz……. im Leben tieferen Sinn entdecken,…………..
    vielleicht gar nicht so schwierig wie es sich anhört, einfach in sich hineinfühlen – bei welchen Tätigkeiten werde ich munter, entsteht in mir Kraft, Energie, Freude, Beweglichkeit,Fröhlichkeit,…………………………
    dies ist natürlich bei jedem Menschen etwas anderes – der eine entfaltet sich in dem er vielleicht – weiß nicht – kocht, oder …………………
    immer wenn wir uns bei einer Tätigkeit entfalten können – Freude haben – dann hat es auch einen Sinn, …………..
    …. bei mir ist es natürlich das Sprechen dürfen, das mich munter macht ( geht natürlich auch beim schreiben – ich spreche – denke und schreibe wie ich denke )……………………….. .
    …….. vielleicht in sich hineinspüren – was macht mich munter ?

    …………………… have a nice day……………………

  2. …………………. dankeschön für alles, weiß wo mein Platz im Leben ist…………… .

  3. …………………… ein typischer Wesenszug von mir is halt, sogern mitreden – auch sagen dürfen – was man denkt – sollten viel mehr Menschen trauen sagen, was sie sich denken, gibt eh kein richtig oder falsch – jeder darf denken was er will – sofern es nicht – andere Menschen diskriminiert .

    ……… hab doch das Wort Gott aufgeschnappt.—- hm, das mit dem lieben Gott ist halt so eine Sache, der liebe Gott – ach mein Gott – wo war Gott, als dies oder jenes passiert ist – lieber Gott schau owa – Gott wird uns schon nicht im Stich lassen…………………..
    Dem lieben Gott wird so vieles in die Schuhe geschoben, hab schon viele Gespräche über das Thema Gott zugehört und natürlich – konnte nicht still sein meine Meinung kundgetan. …………… das mit dem lieben Gott seh ich so —– den find ich nicht in der Kirche, in diesen Prunkbauten, ich persönlich finde den „lieben Gott“ ( wollen ihn hier halt so nennen), mitten unter den Menschen – wenn diese miteinander reden – lachen – lustig sind – oder auch vielleicht gemeinsam weinen ( weil halt der Anlaß so ist ), wenn ich hier das Wort „Gott“ strapaziere, dann meine ich weiter – „Gott“ ist überall in der Natur – was doch für ein Wunder -. wenn nach dem kalten Winter – minus weiß nicht 10 Grad – die ersten Schneeglöckchen aus der Erde wachsen, ist das nicht super, oder wenn man in den Wald irgendwo am Berg – unlängst gesehen – ein uralter Baum – sehr sehr alt, auf der einen Seite schon ganz hohl, lebt noch immer —— ist da nicht der „liebe Gott“ in diesem alten Baum, dieser Baum strahlte so viel Kraft – Energie – Gedult – ………….. aus, bin stehen geblieben und hab ihn ganz lang anschauen müssen…………………

    “ Seit euch selbst ein Licht“ – geht das ?

  4. Eine wunderbare Zusammenschau und Verbindung von alltäglichem Denken und Spiritualität. Kompliment..


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