Verfasst von: Enrico Kosmus | 21. August 2010

Musik & Klänge – Botschaft des Herzens

Musik ist als universale Sprache bezeichnet worden. Wir können durch Musik non-verbal mit anderen kommunizieren, die nicht in unserer Sprache sprechen. Aber es ist wichtig zu erkennen, dass wir, wenn wir Musik als eine Sprache beschreiben, ihr dieselben Beschränkungen auferlegen, die auch der verbalen Kommunikation immanent sind.
Wörter definieren, beschreiben, vermitteln Ideen und Bilder. Gleichzeitig aber schließen sie das aus, was nicht ausgesprochen wird. Sie begrenzen es, ignorieren es oder lassen es beiseite. Worte sind parteiliche Beschreibungen, die die Realitätssicht des jeweiligen Sprechers widerspiegeln. Sie können ungenau, irreführend, unehrlich sein, selbst wenn sie von Menschen gesprochen werden, die ihre Sprache vollkommen verstehen und beherrschen. Worte sind Produkte des Verstandes, Abstraktionen, Symbole. Sie können das, was sie symbolisieren, nur in stellvertretender Weise zu einem erfahrbaren Ausdruck bringen.
Inzwischen ist Körpersprache ein beliebtes Forschungsgebiet für Psychologen, Therapeuten und Berater geworden. Sie entdecken nun, dass unsere körperlichen Reaktionen genauere Beschreibungen unserer wirklichen Zustände vermitteln können als Wörter. Wir erkennen, dass die Muskeln, das Gewebe, die Zellen des Körpers Speicher für unsere Erinnerungen, Gedanken und Gefühle sind. Unser Gesundheitszustand ist oftmals durch die Art der Erfahrungen bestimmt, die wir in unserem Körper gespeichert haben, sowie durch unsere Fähigkeit, sie loszulassen. Oftmals versagen wir Gefühlen des Grams, des Zorns und der Angst den verbalen Ausdruck und begraben sie stattdessen in unserem Körper. Ihr Vorhandensein und ihre Energie werden dann durch Symptome von Spannung, Disharmonie, Unwohlsein, Krankheit angezeigt. Um mit dieser Energie in Berührung zu kommen, sind Worte und Sprache oft unangemessen. Durch Körperarbeit, Bewegung, Musik können wir tief in unseren Körper hinabtauchen und die dort gebundene Energie befreien.
Musik kommuniziert auf vielen Ebenen – der physischen, intellektuellen und emotionalen. Ihre Ausdrucksfülle und ihre innere Botschaft kommen jedoch vom Herzen des Musikers und zielen auf das Herz des Zuhörers.  Die Kraft der Worte ist in allen spirituellen Kulturen bekannt. Aus diesem Grund werden Mantren rezitiert, Gebete gesprochen, Beschwörungen und Zaubersprüche benutzt. Das Gebet bildet in jeder Religion, ebenso in archaischen, schamanischen Kulturen einen bestimmten Bewusstseinszustand aus. Es ist zunächst eine Übung und somit eine Methode, um in diesen Bewusstseinszustand zu kommen.  Die Praxis des Gebets stellt eine Verbindung zur Ganzheit her.
Eine rituelle Erinnerung, wie es das Zikr der Derwische darstellt, schwingt das Bewusstsein auf eine bestimmte “Energie-Frequenz” ein. Rezitationen selbst wurden in vielen Kulturen für diesen Zweck gebraucht. Das monotone Wiederholen von Texten positioniert bestimmte Geistesinhalte im Unterbewusstsein. Dadurch werden diese den rationalen Spekulationen des Alltagsbewusstseins entzogen und haben so die Chance, die Entfaltung des inneren Wesens zu unterstützen.
Die Praxis des Gebets ist heutzutage vielfach kein beliebtes Thema. Wissenschaft und Rationalität können diese Handlung nicht adäquat erforschen und betrachten es daher aus dem Blickwinkel ihrer ”Brille” (z. B. Gebet als neurotischer Akt). Ein gemeinsamer ritueller Vorgang wird von manchen wiederum als Einschränkung der Individualität angesehen.
Man kann mehrere Formen dieser Worte der Kraft unterscheiden. Als Bittgebet verrichtet, ist dies eine Aktivität, bei der sich der Betende an ein Wesen richtet, das mächtiger ist als er selbst, um mit dessen Hilfe eine Bitte mit nicht-alltäglichen Mitteln zu erfüllen. Kulturabhängig wird diese Wesenheit als Gott oder eine Gottheit, als Jesus, Muhammad, Buddha, ein Heiliger oder eine Heilige, ein Engel oder ähnliches angesehen. Die entsprechende Geisteshaltung dazu ist eine völlige Hingabe an diese Aktivität. Nur dadurch kann sie auch die entsprechende Wirkung zeitigen.
Ein Ritualgebet  ist von vielschichtiger Wirkung. Ausgehend vom Bewusstseinszustand des Bittgebets unterliegt das Ritualgebet einem vorgezeichneten Ablauf. Sinn eines Rituals ist es, das Bewusstsein nach einer vorgegebenen Handlungssequenz zu strukturieren, aber auch das Einschwingen auf das Energiefeld all jener, die dieses Ritual vollziehen.

Wenn auch Sie Erfahrungen und Erlebnisse zur Musik des Lebens haben, seien Sie doch so frei und schreiben Sie hier Ihren Kommentar.

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Responses

  1. ……. Musik…….
    …. bringt den ganzen Körper ins fließen, gleichmäßig, rythmisch, schön,…
    …. wir bestehen ja aus 70 – 80 Prozent aus Wasser, Wasser steht ja ganz, ganz selten still, und Musik kann Wasser in Schwingung bringen,…………

    🙂


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