Verfasst von: Enrico Kosmus | 17. Juni 2012

Haben Tiere Buddha-Natur?

Vielfach wird dieses Thema erörtert. Hier in Frage und Antwort an Dzongsar Khyentse Rinpoche.

Frage: Wie prüfen wir nun, ob ein lebendiges Wesen wie ein Hund oder eine Katze dieses Element haben?

Antwort (Dzongsar Kyentse Rinpoche): Es gibt drei Gründe: 1) weil ein fühlendes Wesen sich als Buddha manifestieren kann, indem es den Pfad praktiziert und all das. 2) Aufgrund des letztendlichen Bereichs, sie sind gleich. Vielleicht sollten wir sagen, sie sind gleich leer. 3) Sie haben „rig“, den dualistischen Geist.

Frage: Aber ein Hund kann den Pfad nicht praktizieren.

Antwort: Möglicherweise jetzt nicht. Aber es gab einen Händler, ich glaube, der wurde Palche genannt, der zufällig um einen Stupa ging, als er ein Schwein war.

Frage: Aber das beweist noch nicht, das ein Hund oder eine Katze dieses Element haben.

Antwort: Was wäre deiner Meinung nach als Beweis geeignet? Kannst du mir das sagen?

Frage: Hier gibt es einen Hund, offensichtlich treu, aber ein klein wenig dumm. Wie kann ich nun wissen, ob dieser Hund oder diese Katze dieses Element haben?

Antwort: Ich würde gerne wissen, warum sie es nicht haben sollten, deiner Aussage nach. Was lässt dich so denken? Einfach nur, weil der Hund dumm ist?

Frage: Der erste Grund – er kann nicht praktizieren. Ein Hund oder eine Katze können nicht.

Antwort: Ja, aber das hier ist Mahayana. Du bist ein bisschen vom Vajrayana getrübt, das davon spricht, Erleuchtung in diesem Leben zu erlangen und so. Im Mahayana hast du aber drei zahllose Zeitalter! In diesem Leben ein Hund, im nächsten ein Schwein, fünfhundert Leben als ein Vogel und so weiter…

Frage: Als Schwein oder als ein Hund kann man dann solche Sachen machen, wie einen Stupa zu umrunden und das eignet sich als Praxis?

Antwort: Es ist wie in der Geschichte von Lodrötenpa (Sthiramati). Als Vasubandhu die Prajnaparamita las, war Lodrötenpa eine Taube und er wurde ein danach ein großartiger Schüler. Du bist noch immer nicht überzeugt? Ich glaube, wir haben dieses Thema berührt, als wir über Mitgefühl während des Madhyamakavatara sprachen. Eine sehr wichtige Ursache für Mitgefühl ist das Wissen darüber, wie man jemanden verletzt, weil das bedeutet, dass du automatisch vermeidest, dich selbst zu verletzen. Und weil du nun von einer gewissen Aggression getrieben bist, willst du diesen Schmerz für andere. Das ist noch immer ein wichtiger Teil dieses „kham“ oder Elements.

Der Originaltext dazu findet sich in den Belehrungen zur Buddha-Natur von Dzongsar Khyentse Rinpoche. Hier als Download erhältlich. >read more

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