Verfasst von: Enrico Kosmus | 26. August 2012

Der neunfache Nutzen von Mantras

von S.E. Garchen RinpocheBild

Ein Mantra kann man folgendermaßen verstanden werden:

  1. Gottheit – Jedes Mantra, das wir rezitieren, bringt eine Gottheit hervor. Diese Gottheiten wirken dann zum Nutzen der Wesen.
  2. Opfergabe – Wenn die Lichtstrahlen bei der Visualisation der Erzeugungsstufe aus der Mantra-Kette ausstrahlen, dann trägt jeder Lichtstrahl Opfergöttinnen. Jede dieser 100.000en Opfergöttinnen bringen weitere fünf Göttinnen hervor, die wiederum fünf weitere usw. hervorbringen. Dies geschieht so lange, bis der gesamte Raum mit den Göttinnen angefüllt ist. All diese bringen den Buddhas Opfergaben dar.
  3. Reinigung von Verschleierungen – Wenn die Lichtstrahlen ein zweites Mal ausgehen und alle fühlenden Wesen berühren, reinigen sie die Verschleierungen der Wesen. Diese Verschleierungen sind das Greifen nach einem Ich und die Lichtstrahlen sind Strahlen des Mitgefühls. Die Strahlen der Liebe schmelzen das Greifen nach einem Ich wie die Hitze der Sonne den Schnee schmilzt.
  4. Siddhi – Wenn die Lichtsstrahlen wieder zurückkehren und von der Gottheit aufgenommen werden, bringen sie die Siddhis in Form von Segnungen der Buddha-Körper, Buddha-Rede und des erleuchteten Geistes zurück.
  5. Segnungen – Das Mantra weckt liebende Güte und Mitgefühl im Praktizierenden, indem die Gottheit den Geistesstrom segnet.
  6. Mandala – Wenn man in der Erzeugungsstufe völlig geübt ist, dann lädt das Mantra-Rezitieren das gesamte Mandala ein. Man braucht dann nicht länger einen ganzen Sadhana-Text.
  7. Erleuchtete Aktivität – Alle vier Aktivitäten – friedvoll, vermehrend, machtvoll und zornvoll – werden durch das Mantra ausgeführt und vollendet.
  8. Ein wunscherfüllendes Juwel – Was immer wir zu vollenden wünschen, wird das Mantra bewirken.
  9. Dharmata – Wenn wir während der Rezitation des Mantras meditieren, dann werden die begrifflichen Gedanken abgeschnitten und frei von den konzeptionellen Gedanken, erblicken wir die Natur des Geistes als Leerheit. Weil es uns erlaubt, die Natur des Geistes als Dharmata zu erkennen, kann das Mantra als Dharmata angesehen werden. Das Mantra durchtrennt die begrifflichen Gedanken, weil es Klang-Leerheit ist. Andere Klänge erzeugen das Greifen der Anhaftung und Ablehnung.

Diese neun Arten des Nutzens entstehen, wann immer man ein Mantra rezitiert. Sie können auf die Mantras aller Gottheiten angewendet werden. Dies ist die Rede von Guru Rinpoche und man findet es ebenso in den Tantras.

Nach der englischen Übersetzung von Meghan Howard, November 2005, für das Vajrakilaya-Drubchen am GBI (englische Version) hat der Ngak’chang Rangdrol Dorje zum Nutzen der Mantra-Praktizierenden die deutsche Übersetzung angefertigt. Möge sie von Nutzen sein!

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Responses

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