Verfasst von: Enrico Kosmus | 15. November 2012

Götter und Dämonen im Chöd

Aryadeva hat auch eine großartige Geschichte über die Chöd-Praxis erzählt. Nun haben wir dieses Konzept von den Göttern darüber, den Nagas darunter und allen Arten anderer Wesen. Durch das Praktizieren des Chöd ist man fähig, all diese begrifflichen Gedanken zu beseitigen. Diese Vorstellung, dass es Devas oder Göttern darüber gibt wird aufgrund des erfahrungsmäßigen Verständnisses von Chöd, bei dem man sich vom Haften und Greifen löst, beseitigt. Man ist fähig, die Idee auszulöschen, dass etwas wie Devas oder Götter darüber wäre und auch diese Idee von den Nagas darunter. Wortwörtlich wird gesagt, man unterwirft sie einfach durch die schiere Präsenz oder Aura. Was grundsätzlich damit gesagt wird, ist, dass mit dieser Art des Verständnisses dann all diese begrifflichen Gedanken ausgelöscht sind und weil man jenseits dieser begrifflichen Gedanken gelangt ist, ist man fähig, was immer man will auszuführen, für die Nagas beispielsweise wie für einen selbst. Die Devas, wenn man will, sind anstatt von Aversion, die Wesen, die eure Praxis in einer Art des Ausführens von Buddha-Aktivitäten unterstützen, die zum Nutzen der anderen sind und man wird in der Lage sein, all diese verschiedenen Bereiche in die eigenen Verantwortung zu bringen und ihnen Dinge anzuschaffen, die zum Wohle der anderen gemacht werden müssen. All die Lamas, Gottheiten, Yidams, Dakinis, Dharmapalas werden den Praktizierenden wie ihre Dharma-Söhne behandeln. Weil man auch fähig ist, die Grenzen der materiellen Hindernisse, der handfesten Dämonen zu überwinden, werden keine Wahrnehmungen, keine begrifflichen Gedanken ein Hindernis für die eigene Praxis darstellen. Es wird kein Leiden geben, dass dem Praktizierenden von den handfesten Dämonen entgegenkommt und vergleichsweise gibt es noch viele andere Wohltaten.
Worum es geht, ist zu versuchen, die emotionalen Störungen zu unterwerfen. Natürlich hat man begriffliche Gedanken, aber das Ding bei der Praxis ist es, sich von den begrifflichen Gedanken nicht überwältigen zu lassen, den begrifflichen Gedanken nicht nachzujagen. Wenn sie kommen, versucht sie alleine zu lassen, lasst sie verschwinden, lasst sei weggehen, das ist die Art wie sie gehen.
Diese spezielle Praxis ist für zwei Dinge gut: in diesem gegenwärtigen Leben zunächst hilft sie alle Arten von Krankheiten, alle Arten dämonischer Einflüsse, alle Arten von Unbequemlichkeit oder Problemen, die von elementaren Geistern entstehen oder herrühren, auszulöschen oder zumindest zu reduzieren. Ebenso für die Zukunft ist dies eine Praxis und zwar eine Praxis alleine, die ohne andere gemacht werden kann, wenn man einfach diese Chöd-Praxis machen möchte. Es ist die Art der Praxis, die sehr, sehr rasch zur Erleuchtung führt, viel rascher als viele andere Formen der Übung.

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