Verfasst von: Enrico Kosmus | 5. Dezember 2012

Gedanken zu einem friedvollen Abschluss des Lebens

Pashupati_2Aus buddhistischer Perspektive wird der Tod als eine tiefgründige Gelegenheit für den spirituellen Fortschritt angesehen. Sowohl die sterbende Person und ihre Familie, wie auch die nahen Freunde benötigen alle Unterstützung und können eine große Hilfe für einander während des Vorgangs sein. Vorbereitung wird die Zeit des Hinübergehens erleichtern und wenn eine Person bemerkt, dass sie nun bald sterben wird oder dass jemand Nahestehender sich dieser Zeit nähert, besonders ein buddhistischer Praktizierender, dann können viele Dinge gemacht werden, um den Übergang zu unterstützen und zu begleiten.

Drei Anstrengungen

Buddhistische Schriften beschreiben, dass man die drei Anstrengungen zur Verlängerung des Lebens machen soll. Zuerst schützt man das Leben der anderen, indem man Wesen freilässt, die für die Tötung vorgesehen sind, wie Fische als Köder und Tiere für die Schlachtung werden als hoch angesehen. Danach gibt es Übungen, die für die Verlängerung des Lebens und zur Stärkung der Lebenskraft rezitiert werden können, Liturgien, die von einem selbst, von der Gemeinschaft oder von einem gesponserten Mönch, einer Nonne oder einem Lama gesungen werden können. Schließlich kann die Familie eine Spende an ein Kloster geben und/oder an einzelne Praktizierende, die Gebete rezitieren sollen. Dies beinhaltet Geldspenden, um einen Tempel oder ein Kloster im Namen der sterbenden Person zu unterstützen und Opfergaben an den buddhistischen Lehrer dieser Person. Ebenso ist es überliefert, Butterlampen (gewöhnlich in Tempeln) zu sponsern und Rituale vorzubereiten, die von der buddhistischen Gemeinschaft ausgeführt werden. Ebenfalls kann die sterbende Person in Gebetslisten eingeschlossen werden und Vajrasattva-Praxis kann ausgeführt werden.

Anverwandte

Die Familie und Freunde zum Abschluss zu sehen, kann sehr nützlich sein. Aus spiritueller Perspektive ist es für die sterbende Person wichtig, die Anhaftungen an diese Welt aufzugeben. Dies beinhaltet die Fähigkeit auch für die Angehörigen der sterbenden Person, dies zu unterstützen. Sanft führt man alle unerledigten Angelegenheiten zu Ende oder man gönnt sich einfach die Zeit miteinander, gegenseitig Liebe und die Beziehung zu bekunden, während man sich verabschiedet. Dies kann Trauer lindern und die Luft reinigen. Dies kann auch denjenigen beim Dahinscheiden begleiten, eine Atmosphäre von Gelöstheit und Akzeptanz zu entwickeln. Wenn der Tod erwartet wird, kann man mit der sterbenden Person in einer ruhigen, meditativen Atmosphäre die Zeit verbringen, wenn erwünscht, freundliche Gespräche führen oder Mantras rezitieren. Wie immer, sind Gebete förderlich und unterstützend.

Unterstützung

Die beste Ehre für die Person, die im Vorgang des Hinübergehens ist, sie in einem Übungsplan ihrer Wahl zu unterstützen oder sich in irgendeinem Umfang in einer Praxis zu betätigen. Erfüllt ihre Bedürfnisse ohne Druck und fahrt damit fort, sie in ihrer Ganzheit zu unterstützen, damit sie ihre eigenen Entscheidungen so lange wie möglich treffen können. Macht alles was ihr könnt, um ihnen zu helfen, sich zu entspannen. Wenn und falls die sterbende Person in einen halbbewussten oder anscheinend unbewussten Zustand fällt, erinnert euch daran, dass sie alles sehr genau hören können, was ihr sagt, daher verbleibt die ganze Zeit über in einer respektvollen Haltung.

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