Verfasst von: Enrico Kosmus | 26. Dezember 2012

Vom Segen der Vergänglichkeit…

von Jigme Lingpa

Die Vergänglichkeit unserer Schritte während des Gehens ermutigt uns, auf den Zustand der Erleuchtung zuzugehen.
Die Vergänglichkeit des Sitzens ermutigt uns, uns an einem unwandelbaren Platz niederzulassen.
Die Vergänglichkeit von Aufwachen und Aufstehen vom Bett ermutigt uns, uns aus der Soheit zu erheben.
Die Vergänglichkeit des Erfreuens an Nahrung und Getränken ermutigt uns, die Nahrung der meditativen Zustände zu verzehren.
Die Vergänglichkeit des Heims ermutigt uns, im Soheitspalastes des Körpers der letztendlichen Erleuchtung zu ruhen.
Die Vergänglichkeit des Streckens der Glieder ermutigt uns, die Aktivität des Zusammengesetzten anzuspannen.
Die Vergänglichkeit des Schlafens ermutigt uns, in der beständigen Natur zu schlafen.
Die Vergänglichkeit der Straße, auf der wir reisen, ermutigt uns, auf dem Pfad des Erwachens zu bleiben.
Die Vergänglichkeit der gesprochenen Worte ermutigt uns, Gebete und Mantras zu rezitieren.
Die Vergänglichkeit schwerer Arbeit ermutigt uns, uns in spiritueller Arbeit zu betätigen.
Die Vergänglichkeit von Nahrung und Getränken ermutigt uns, den Weisheitsgottheiten des Mandalas Opfergaben darzubringen.
Die Vergänglichkeit von Reichtum ermutigt uns, die sieben edlen Schätze anzusammeln.
Die Vergänglichkeit von Ruhm ermutigt uns, bescheiden zu sein.
Die Vergänglichkeit von Freuden ermutigt uns, Verdienst und Weisheit anzusammeln.
Die Vergänglichkeit der fühlenden Wesen ermutigt uns, sie auf den Pfad des Erwachens zu führen.
Die Vergänglichkeit der Ursachen eines plötzlichen Todes ermutigt uns, den unangreifbaren Zustand der Todlosigkeit zu ergreifen.
Die Vergänglichkeit des Waschens und Reinigens ermutigt uns, die vier Kräfte anzuwenden, um negatives Karma und Verschleierungen zu bereinigen.
Die Vergänglichkeit der fünf giftigen Leidenschaften ermutigt uns, die selbst-manifeste Weisheit zu erkennen.
Die Vergänglichkeit der erscheinenden Welt ermutigt uns, uns den reinen Buddha-Feldern zuzuwenden.
Die Vergänglichkeit des Klangs ermutigt uns, die Musik der Dharma-Lehren zu machen.
Die Vergänglichkeit der bewusst diskursiven Gedanken ermutigt uns, die Weisheit der Entsagung und Realisation zu vermehren.

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Responses

  1. […] https://enricokosmus.wordpress.com/2012/12/26/vom-segen-der-verganglichkeit/ […]


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