Verfasst von: Enrico Kosmus | 22. März 2014

Über die Wichtigkeit des Guru-Yoga…

Padmasambhava_blogDurch die geschickten Mitteln des Vajrayana empfängt der Praktizierende den Segen vom Lehrer in Form von Lichtstrahlen. Das ist die Ermächtigung (Skt., Abhisheka; tib., dbang). Das wird deshalb „Ermächtigung“ genannt, da wenn wir sie empfangen, wir dann ermächtigt sind, einer speziellen spirituellen Praxis zu folgen und gelangen so zu ihrer Verwirklichung.
Viele von uns haben schon eine Ermächtigung von einem geeigneten Lehrer erhalten, aber um den Segensstrom der Ermächtigung aufrechtzuhalten und ihre Kraft zu erneuern, müssen wir die vier Ermächtigungen immer und immer wieder für uns selbst durch die Praxis des Guru-Yoga empfangen. Das ist tatsächlich der wesentlichste Teil der Praxis des Guru-Yoga. Mit Guru Rinpoches eigenen Worten: „Wenn ihr eine Ermächtigung jedes Jahr erhaltet und hundert Jahre lebt, dann addiert sich das auf einhundert Ermächtigungen. Wenn ihr dann unter den Tieren wiedergeboren werden würdet, dann wärt ihr dort ihr König.“
Ermächtigung ist die wesentlichste Art, um den Segen von Körper, Rede, Geist und Weisheit des Gurus zu empfangen, was wiederum die Schleier und Blockaden von Körper, Rede, Geist und angeborener Weisheit von einem selbst beseitigt.
Damit wir diese vier Ermächtigungen wirklich empfangen können, laden wir zuerst hingebungsvoll die Gurus und Meister der Übertragungslinie, die Yidams, Dakas und Dakinis ein, diese verschmelzen zu Licht und lösen sich in unseren Wurzellehrer auf, den wir über unserem Kopf in Gestalt von Guru Rinpoche visualisiert haben. Dann wird dieser ganz strahlend und noch leuchtender als zuvor, da sich in ihm das Mitgefühl und die Weisheit aller Buddhas aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sammeln.
Von seinen drei Stellen an Stirne, Kehle und Herz gehen weiße, rote und blaue Lichtstrahlen aus und gehen in unsere drei Stellen ein, reinigen diese und legen die Samen für die drei Buddha-Körper. Schließlich löst sich der Guru in Licht auf und verschmilzt mit einem selbst. Dadurch realisieren wir die Untrennbarkeit des Geistes des Lehrers und des eigenen Geistes. Schließlich ruht man in dieser frischen, lebendigen Einfachheit, der Natur des Gurus, die unsere wahre Natur ist.

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