Verfasst von: Enrico Kosmus | 1. Januar 2016

Die acht glückverheißenden Symbole

Im Buddhismus findet man ja eine Menge Symbole. Die häufigsten sind wohl die acht glückverheißenden Symbole. Im alten Indien wurden diese Symbole auch als königliche Symbole und wurden bei besonderen Zeremonien verwendet. Im Buddhadharma repräsentieren diese Symbole jene Gaben, die Buddha Shakyamuni von den Göttern direkt nach seiner Erleuchtung erhielt.

Die rechtsdrehende weiße Muschel (Skt: shankha; Tib. dung dkar)
MuschelhornDie weiße Muschel, die sich nach rechts dreht, symbolisiert den weitreichenden, melodischen Klang der wahren Lehre. Dieser Klang soll die Wesen vom Schlaf der Unwissenheit erwecken und sie aufrufen, etwas Sinnvolles im eigenen Leben zu vollbringen und nützlich für andere zu sein. Sein Klang soll den Dharma in der Welt verbreiten und dabei helfen, dass sich die Lehre durchsetzt.
Nachdem Buddha Shakyamuni Erleuchtung erlangt hatte, erschien ihm Gott Indra und überreichte ihm die rechtsdrehende weiße Muschel mit der Bitte, er möge den Dharma verkünden.
Durch das Blasen von Muschelhörnern wurde im antiken Indien das Kommen von hochrangigen Persönlichkeiten angekündigt. Muschelhörner wurden als Zeichen der Macht und Herrschaftlich in alten indischen Erzählungen wie dem Mahabharata oder dem Ramayana den Helden gegeben. Mit diesem Klang werden Feinde und böse Geister erschreckt und abgewehrt. Man sagt auch, dass sein Klang in der Lage sei, Naturkatastrophen abzuwenden.

KnotenDer Endlosknoten (Skt: shankha; Tib. dung dkar)
Der Knoten – manchmal auch als glückverheißendes Zeichen genannt – symbolisiert die wechselseitige Verbundenheit aller Aspekte des Daseins. Auch steht er für die Einheit von Mitgefühl und Weisheit. Er ermutigt uns, Größe und menschliche Weisheit durch unser Verständnis in unsere Umgebung zu tragen.

Das Siegesbanner (Skt: dhvaja; Tib. rgyal mtshan)
SiegesbannerDas Siegesbanner wurde aus der Kriegsführung des antiken Indien übertragen und repräsentiert den Triumph über die feindlichen Kräfte in Körper und Geist, die uns davon abhalten, unser vollständiges Potential zu erkennen. Auch führt das Siegesbanner zu einem glücklichen und produktiven Leben. In Tibet steht das Siegesbanner für den Sieg über die Verunreinigungen von Wissen, Weisheit und Mitgefühl.

Rad

 

Das Dharma-Rad (Skt: dharmachakra; Tib. ‚khor lo)
Der Gott Brahma kam und gab ihm das Dharma-Rad. Er äußerte die Bitte, den Dharma zu lehren und so das Rad der Lehre in Bewegung zu setzen.
Das Dharma-Rad ist ein Symbol für die beständige Erhaltung der Lehre und ihre ständige Verbreitung. Auch als „Rad des Gesetzes“ bezeichnet, wird es in Tibet als „Rad der Verwandlung“ angesehen, das alle Hindernisse und Illusionen überwindet.

Der kostbare Schirm (Skt: chhatra; Tib. gdugs)
SchirmDer kostbare Schirm symbolisiert die heilsamen Aktivitäten, andere vor Krankheit und anderen leidvollen Kräften zu schützen, die im Leben auftreten können. Es stellt auch einen Schutz dar, den man durch das Ausführen rechter Handlungen und Weisheit empfängt. Weiters symbolisiert der Schirm den Schutz vor Hitze und Sonne. Der Schatten des Schirms bewahrt nicht nur vor Hitze der Sonne, sondern auch vor der Hitze des leidenschaftlichen Verlangens. Darüber hinaus symbolisiert er auch majestätische Weisheit und Mitgefühl.

FischeDie goldenen Fische (Skt: suvarnamatsya; Tib. gser nya)
Im antiken Indien war der Fisch ein Symbol für die heiligen Flüsse Yamuna und Ganges, die für Glück, Reichtum und Leben standen. Das Symbol der Fische ist so in alle großen spirituellen Traditionen Indiens eingegangen.
Die goldenen Fische symbolisieren unsere Fähigkeit, mit allen Härten umzugehen, ähnlich so wie ein Fisch im Ozean schwimmt, sowie sich frei und spontan von einem Ort zum anderen zu bewegen. Weiters symbolisieren die goldenen Fische auch Glück sowie Reichtum und Fruchtbarkeit.

Die Schatzvase (Skt: nidhana kumbha; Tib. gter gyi bum pa)
VaseVon der Göttin Sthavara – der Göttin der irdischen Schätze – bekam er die Vase mit dem Nektar der Unsterblichkeit und der Schätze. In der tibetischen Dharma-Tradition ist die Schatzvase mit Lotusblüten verziert und mit einem Khata – einem Seidenschal – geschmückt.
Die Schatzvase stellt eine riesige Ansammlung an Weisheit bereit, die wir zur Verfügung haben, wenn wir uns mit den Schwierigkeiten des Alltags abmühen. Weiters steht die Schatzvase auch für langes Leben und Wohlstand.

BlumenDie Lotusblüte(Skt: padma; Tib. pad ma)
Der Lotus wurzelt im Schlamm, doch blüht rein und unbefleckt an der Oberfläche des Gewässers. Diese Qualität steht für die Natur des Geistes, die von allen Befleckungen nicht beeinträchtigt wird. Auch steht der Lotus für die Fähigkeit, schwierige Umstände in förderliche Ergebnisse zu verwandeln.


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