Verfasst von: Enrico Kosmus | 1. September 2016

Positive Taten und Buddhaschaft

sri-lanka-1024347_1280Buddha selbst sagte: „All meine 84.000 Stanzas können in vier Zeilen gebracht werden: ‚Führe niemals negative Taten aus, vollführe immerzu tugendhafte Taten, zähme deinen Geist vollständig.‘“ Das Ausführen allein positiver Handlungen, das ist der Kern des Dharma, das ist Buddhaschaft. Die wichtige Sache ist unser Geist, ob wir nun positive oder negative Taten ausführen. Buddha sagte: „Bezwinge deinen eigenen Geist.“ Da gibt es nichts anderes zu unterwerfen. Bringt euren eigenen Geist unter Kontrolle. Reinigung ist äußerst wichtig, ich kann das nicht oft genug sagen.
In eurer täglichen Praxis muss ein Abschnitt davon die Reinigung sein. Begreift die Wichtigkeit der Reinigung. Normalerweise würde Seine Heiligkeit der Dalai Lama zu seinen Schülern sagen, dass das 100-Silben-Mantra 21 Mal ausreichend ist, damit das negative Karma für heute beendet ist. Wenn ihr natürlich mehr macht, dann wird es noch klarer werden, aber wenn ihr zu beschäftigt seid, dann sind 21 Mal auch in Ordnung. Aber wenn ihr könnt, macht mehr. Reinigung und Bekenntnis sind zwei Dinge, die wir zu einem Teil unserer Hauptpraxis machen müssen. Das ist extrem wichtig. Nicht nur wird es den Segen eures Gurus bringen, sondern auch die Segnungen eures Yidams. Diese werden auf euch herabkommen. Auch wird es all eure Hindernisse auf dem Pfad durch Mitgefühl beseitigen.
Für jene unter euch, die Zeit haben, ein Sang-Opfer auszuführen, also wenn ihr das „Riwo Sang Chö“ jeden Tag macht, ich kann das Ausmaß der Vorzüge gar nicht ausdrücken, die für euch dabei entstehen. Also macht ein wenig Rauch und legt die Zutaten hinein. Das wird eure karmischen Verschleierungen verzehren, die Verschleierungen der Elemente, die wir verursacht haben und alle negativen Tendenzen, die wir angesammelt haben. Alle diese sind vom Bekenntnis und der Reinigung durch den Sang abgedeckt. Es ist eine wunderschöne Praxis. Sie wird euer Windpferd zunehmen lassen, was ihr ebenfalls braucht. Sang ist sowohl ein Bekenntnis als auch eine Reinigung. Die zwei sind im Sang verbunden. Also versucht ein Sang-Opfer zu machen. Das wird auch alle Hindernisse, die durch die Meditation entstanden sind, korrigieren.

Aus den Belehrungen von Lama Shenphen Dawa Rinpoche zu Sicht, Meditation und Verhalten. Übersetzt vom Ngak’chang Rangdrol Dorje (Enrico Kosmus) zum Nutzen der Praktizierenden.


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